„Es bedarf nur eines Anfangs, dann erledigt sich das Übrige.“ – Sallust, Der Catilinatische Krieg

Ich werde auf meiner Seite jetzt auch so eine Art Blog führen. Daher erst einmal die Frage (frei nach Beikircher): Wat soll der Quatsch? Ein Blog ist ja der Definition nach eine Art Tagebuch im Internet. Aber Tagebücher sind was persönliches und sollten auch nicht von jedem gelesen werden, daher trifft Blog nicht zu. Meditationen kommt dem eher nahe, aber meditieren hat einen zu religiösen Hintergrund, als dass ich den Begriff vollständig übernehmen könnte. Andererseits ist Achtsamkeit, ein Begriff, der ja auch aus dem Dunstkreis der Meditation entstammt, mit im Boot und kommt ja auch für die Stressreduktion mit zum Einsatz. Meine Texte sollen auch einen therapeutischen Ansatz haben und zur Selbsthilfe dienen (was natürlich nur eingeschränkt übers Internet geht, weshalb ich Ihnen auch anbiete, unter 0201-80662255 einen persönlichen Termin zu vereinbaren), und sie haben oftmals eine leicht chaotische Herangehensweise. Wenn man also das ganze zusammenfasst und abkürzt, müsste doch eigentlich auch eine coole Abkürzung dabei herauskommen: Meditation, Achtsamkeitsübungen, therapeutische Selbsthilfe, chaotische Herangehensweise.

MATSCH

Na gut, dann schreibe ich halt Matsch, und damit beantwortet sich dann auch die Frage: Wat soll der Quatsch.

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Gedankenwege.de und Spiekermann-Essen.de

Für diejenigen, die sich wundern, weil sie Spiekermann-Essen.de in die Adresszeile eingegeben haben sei gesagt, dass die Seite hierhin umgeleitet wird. Bisher habe ich beide Seiten identisch gehalten, aber da jetzt noch ein neuer Teil hinzukommt, werde ich die Aufteilung aufgeben.

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Cui bono

Von Cicero ist uns zum ersten Mal die Frage „Cui bono?“ (Wem nützt es?/ Wem zum Vorteil?) überliefert worden. Im ursprünglichen Kontext ging es dabei um die Frage, wer von einem Verbrechen am meisten profitiert hat, woraus auch gerne auf eine Urheberschaft geschlossen wurde. Nun befasse ich mich nicht mit Verbrechen, sondern oft mit der Frage, wie man es schafft, glücklich und zufrieden zu leben. Wie schaffe ich es, dabei auftretende Probleme so zu bewältigen, dass sie mir nicht im Weg stehen. Diese Fragen stelle ich mir nicht nur für meine Klienten, sondern oft auch aus Eigeninteresse, denn glücklich sein und zufrieden leben hat noch nie geschadet. Außerdem kann ich es viel besser weitergeben, wenn ich selber darin Übung habe.

Die Frage „Cui bono“ stellt sich bei solchen Gelegenheiten auch meist. Viel zu oft höre ich Sätze wie „Das kannst du nicht machen!“ oder „Was ist, wenn das alle machen?“ Dabei geht es dann nicht um Dinge die gefährlich, unmoralisch oder illegal sind, sondern um Sachen, die ungewöhnlich sind. Nicht selten handelt es sich dabei um Dinge, bei denen die Frage nach dem Nutzen eindeutig zu meinen Lasten beantwortet wird. Und es ist nun mal eine Tatsache, dass ich nicht glücklich und zufrieden werde, wenn ich nur Anderen Nutzen bereite und dabei selber Schaden nehme.

Ich propagiere hier keineswegs einen totalen Egoismus, bei dem man nur den eigenen Vorteil im Sinn hat, aber ein wichtiger Schritt ist es, die Zeiträuber und Blutsauger aus meinem Leben zu verbannen, die mir nur etwas wegnehmen ohne mir einen Vorteil zu bringen.

Nicht immer ist die Frage nach dem persönlichen Nutzen sofort klar zu beantworten. Wenn ich beispielsweise einem Freund beim Umzug helfe, habe ich nicht sofort etwas davon. Sicher, wenn ich später einmal umziehen muss kann ich oftmals die Hilfe selber einfordern (wenn der betreffende Freund nicht gerade nach Australien gezogen ist). Was habe ich also davon außer Schweiß, Arbeit, im Idealfall etwas Pizza? Macht es mir Spaß? Ja! Das sollte doch schon mal reichen. Auf einem Bild was ich mal im Internet gefunden habe, hat Snoopy es so ausgedrückt: „Ich bin es mir wert, dass es mir gut geht. Darum erlaube ich mir alles, was mir gut tut.“ Und dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.

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Klischees vom Therapeuten

„Wieso soll ich zum Therapeuten, ich hab doch keinen an der Klatsche!“ Vielleicht haben Sie diesen Satz auch schon mal gesagt oder ihn aus dem näheren oder weiteren Umfeld gehört. Ich verrate Ihnen mal ein Geheimnis: Bei mir darf jeder Klient sein, eine diagnostizierte psychische Erkrankung ist nicht Voraussetzung, aber auch kein Hinderungsgrund. Manchmal ist es auch besser, ein Problem genauer zu untersuchen und gegebenenfalls zu bekämpfen, wenn es noch klein ist. Wenn ihnen die Kerze im Adventskranz umkippt und das dabei befindliche Tannengrün entflammt sagen Sie ja auch nicht „Warum soll ich die Feuerwehr rufen, das Zimmer brennt doch noch nicht!“, sondern Sie werfen beherzt etwas auf die Flammen, um sie zu ersticken bevor alles brennt.

Doch gehen wir weiter im Text und schauen uns das nächste Klischee an. Bei mir an der Tür steht die Berufsbezeichnung „Heilpraktiker für Psychotherapie“. Darin ist ein weiteres Buzzword enthalten, das Menschen – zu Recht – auf die Palme bringen kann. Bei „Heilpraktiker“ denkt man an jemanden, der von alternativer Medizin faselt und Menschen mit Zuckerkugeln vom Krebs heilen will. Aber das ist – verzeihen Sie mir den Ausdruck – Bullshit! Medizin ist etwas, das wirkt, und das muss auch nachgewiesen werden. Meine Berufsbezeichnung geht ja aber noch weiter, denn der Schwerpunkt liegt auf der „Psychotherapie“. Das heißt auch, dass ich mit Medikamenten nichts zu tun habe, Zucker bekommen Sie auf Wunsch jedoch trotzdem, zum Kaffee (oder Tee) und in kleinen Tüten…

Bleibt also der Therapeut übrig. Auch da schiebt sich sofort ein Klischee ins Bild, man sieht einen älteren Herrn in Strickjacke, mit Brille, Bart, Pfeife, Klemmbrett, und irgendwo in der Praxis steht auch die obligatorische Couch, auf die sich der Klient legen kann. Nun kann ich nicht von der Hand weisen, dass ich schon mal gerne im Herbst oder Winter eine Strickjacke trage, den Bart habe ich ständig, die Brille nur phasenweise. Das Pfeife rauchen habe ich, ebenso wie das Rauchen an sich, aufgegeben, und wenn Sie das auch wollen, helfe ich auch gerne dabei. Klemmbretter nutze ich auch, denn sie sind manchmal einfach praktisch. Und auch eine Couch habe ich in der Praxis, allerdings sollten Sie sich darauf nur setzen, legen geht nicht, ich hab´s probiert und brachte danach keine Psycho- sondern eine Physiotherapie!

Wenn Sie in meine Praxis kommen, wird Ihnen vermutlich als erstes ein kleines schwarzes Fellknäuel entgegen laufen und freudig bellen. Und für meine Hündin gilt auch: Keine Strickjacke, keine Brille, keine Pfeife, keine Couch, aber Bart. Sie ist speziell dafür ausgebildet, sich den Klienten gegenüber zu benehmen wie ein kleiner, junger und manchmal unerzogener Hund, um die Situation aufzulockern. Falls sie zu wild wird, fange ich sie auch ein, nehme sie auf den Schoß und sehe dann nicht wie der Klischeetherapeut aus, sondern wie Ernst Stavro Blofeld aus den Bond-Filmen, nur habe ich statt der weißen Katze einen schwarzen Hund auf dem Arm. Ich hoffe, ich habe Sie jetzt nicht abgeschreckt, daher lasse ich ausnahmsweise mal den Hund sprechen: „Der tut nix! Der will nur reden!“

P.S. Wenn Sie Angst vor Hunden haben, bringe ich die Kleine natürlich eben nach nebenan. Angst vor Hunden lässt sich übrigens gut mit Verhaltenstherapie behandeln, dabei ist sie dann später wieder dabei.

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Wieder mal ein Anfang

Von Zeit zu Zeit muss man mal das Rad neu erfinden. So dachte sich die EU, erfand die DSGVO, und siehe da, das Rad ist jetzt dreieckig. Diesen merkwürdigen Umstand habe ich zum Anlass genommen, gleich auch die Praxisseite umzubauen und auf WordPress umzustellen. Ich werde Ihnen also in Zukunft hier öfter mal was neues zu Lesen geben. Seien Sie gespannt und wenn Sie auch was hören wollen schauen Sie auf der Podcastseite nach.

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